Neun Wege für das Kennenlernen deines Mr. Right, die viel besser sind als Datingportale

Viele Frauen fragen sich (und mich) mitunter matt und hoffnungslos, wie und wo sie ihren Wunschpartner kennenlernen können.

„Was draußen herumläuft, möchte ich nicht einmal geschenkt haben!“ rufen sie mir gleich resigniert zu, wenn ich einige Vorschläge mache. Trotzdem kann das Wunder passieren 🙂 Das Wichtigste ist, dass wir offen für eine Begegnung sind, nicht gleich den Blick wenden, wenn ein in Frage kommendes Exemplar die Rolltreppe angefahren kommt und nicht denken: Pah, dafür bin ich zu dick, zu alt oder ich habe einen schon vierwöchigen „bad-hair-day“. Das Gute daran ist, dass du die Phasen 1 und 2 des Beziehungsaufbaus nicht überspringst (wie beim Onlinedating), sondern alle Schritte entspannt durchläufst.

Zunächst einmal spürst du selbst, wann du mental bereit bist, einen anderen Menschen nah an dich heranzulassen. Ich möchte an dieser Stelle keine „to-do-Liste“ aufstellen, nach der du die Punkte abarbeiten musst – denn eine Partnersuche ist vor allem eine Sache des Gefühls.
Die Liebe zu finden bedeutet nicht, dass du in hektische Betriebsamkeit verfallen und einen Business- und Marketingplan schreiben musst. Zuerst einmal geht es darum, zu erkennen, wer du „bist“ und wie wertvoll deine Eigenschaften sind.

Wichtig ist vorab nur noch, dass du dir klarmachst, welchen Mann du in dein Leben ziehen möchtest: Sollte es eine Art allwissender Professor sein? Oder jedoch mehr der Unternehmertyp? Vielleicht ein Abenteurer mit Dreitagebart? Entsprechend dazu kannst du dir den Ort aussuchen. Den Unternehmer findest du natürlich nicht auf einem Indianer-Festival und den bevorzugten „Kinderarzt“ vielleicht nicht auf einem Harley-Treffen (wobei Ausnahmen die Regel bestätigen ;-). In einem nächsten Schritt kannst du für dich klären, ob auch du bereit wärest, die Vorstellungen deines potentiellen Wunschpartners zu erfüllen. Es handelt sich zwar um Klischees, aber eine Partnerin eines digitalen Nomaden lebt ein anderes Leben als die Frau eines Buchhalters.

Wir alle kennen die Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“. Manchmal sitzt dann eine Lady auf dem Heuhaufen und sagt dem enttäuschten Landwirt ins zerknirschte Gesicht, dass sie unbedingt ihrem Beruf weiter nachgehen möchte und sich vor Hühnern ekelt. Die Chance, dass die beiden zusammenfinden, wird relativ gering sein.

Welches Leben bevorzugst du und wie passt dein zukünftiger Partner dort hinein?

Hier einige Beispiele:

1. Kennenlernen 1: über Facebookgruppen

Welches Hobby hast du? Womit verbringst du gern deine Freizeit? Worauf freust du dich?
Dies kann z.B. Segelfliegen, Architektur, Philosophie, Fotografie oder Videobearbeitung sein. Vielleicht aber auch Geschichten schreiben, Wandern, Reisen oder Schwimmen.
Schließe dich einer Facebookgruppe an und bitte nach einiger Zeit um Hilfe bei der Planung einer Reise oder der Einrichtung des Hamsterkäfigs.
Es gibt auch Gruppen wie: „Eine Hand wäscht die andere“ – dort kannst du dir Küchenschränke anbringen oder die Waschmaschine reparieren lassen und
erbringst dafür eine kleine Gegenleistung. Wer weiß, vielleicht ist dort schon ein netter Kandidat dabei und es wird mehr als ein gemeinsames Abendessen daraus?

Kennenlernen 2: Knistern rund um das Tierheim

Tiere sind eine wunderbare Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen. Wenn du einen eigenen Hund zu anstrengend findest, weil du gerne ausschläfst, kannst du das Tierheim besuchen und Tierpate werden. Dann führst du ein Tier regelmäßig aus und „zähmst“ es, indem du dich kümmerst. Vielleicht findest du ja gerade dort einen anziehenden Tierpfleger (der dann bald auch an dir interessiert ist) und ihr verliebt euch ineinander? Zumindest weißt du dann schon einmal, dass er Verantwortungsgefühl besitzt 🙂 Selbst wenn der Funke nicht überspringt, hast du vielleicht einen guten Freund gefunden. Wenn du unterwegs bist, kannst du zudem „Herrchen“ ansprechen, die du sympathisch findest und fragen: „Ihr Hund ist so süß/flauschig/possierlich. Von welchem Züchter haben Sie den? Frisst er auch immer nur, wenn Sie Auto fahren? Ich kannte da mal…“ und schon seid ihr mitten im Gespräch.

3. Kennenlernen 3: Hilfe am Laufband oder beim Bowling: Das Fitnessstudio/Sportvereine

Der alte Klassiker, aber es klappt immer noch 🙂
Wenn du jetzt heftig den Kopf schüttelst: Nein, du musst nicht aussehen wie eine Startänzerin oder eine Sportlerin der rhythmischen Gymnastik. Genieße deine Rundungen und liebe dich so, wie du bist. Niemand verlangt von dir, dass du die neueste Sportmode spazieren trägst oder die Strecke zwischen den Geräten wie ein Laufstegmodel zurücklegst. Hauptsache, du fühlst dich wohl mit dir. Es ist auch gar nicht schlimm, wenn du ahnungslos auf dem Display des Laufbands herumdrückst oder hilflos auf dem Oberarmtrimmer sitzt. Du wirst sehen, bald kommt ein rettender Helfer herübergesprungen, der dir liebend gerne Tipps gibt und dir das Gerät auf die richtige Höhe einstellt. Nicht umsonst spürt man in Kinofilmen das Knistern, wenn ein Mann erklärt, wie der Tennis- oder Golfschläger richtig gehalten wird. Gänsehaut pur 🙂

Sollte dir der Sportler nicht gefallen (weil er der Flirter am Rudergerät schlechthin ist), dann hast du plötzlich doch deine Technikaffinität entdeckt und den richtigen Knopf (nämlich den „Du aber nicht“-Button) gefunden 😉
Oft gibt es sehr charismatische Kurstrainer, welche die perfekten Dance-Aerobic-Moves draufhaben. Hier rate ich oft ein wenig zur Vorsicht, den meist gefallen diese leider auch allen anderen anwesenden Damen 🙂 Dann heißt es, die eine Stunde in der Woche genießen und Lebensfreude tanken. Wenn das nichts ist? 🙂

Noch besser für ein Kennenlernen eignen sich Sportvereine, welche auch oft Weihnachts-/Geburtstagsfeiern oder Ausflüge anbieten. Im Fitnesstudio trainiert letztendlich doch jeder vor sich hin und wenn man sich das Flirten nicht so zutraut, kann die Gelegenheit schnell vorüber sein. Im Sportverein (Handball, Volleyball, Kegeln, Tanzen etc.) siehst du alle Mitglieder regelmäßig und kannst langsam den Kontakt ausbauen.

Kennenlernen 4: Zu mir oder zu dir nach dem VHS Kurs? Uni-Vorlesungen und Kulturzentren

Du wolltest schon immer einmal Italienisch oder Spanisch lernen? Oder deine Kenntnisse über das Mittelalter auffrischen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt! Es gibt – sofern du einen flotten Teilnehmer gesichtet hast – keine krampfhafte Suche nach guten Gesprächsthemen. Sie liegen praktisch auf der Schulbank. Oft bilden sich Interessen- oder Lerngemeinschaften, so buchst du einen kleinen Freundeskreis für später gleich mit. Ein Tanzkurs ist auch eine tolle Sache. Die Atmosphäre ist nicht so anonym und unverbindlich und du kannst gleich testen, ob du deinen „zukünftigen Partner“ gern berührst.

5. Kennenlernen 5: Informationsstand Zuneigung: Messen und Konferenzen

Das Verlieben in einen Kollegen birgt gewisse Risiken – bei der Liebe am Arbeitsplatz gilt es einiges zu beachten (hier wird in einem späteren Beitrag noch näher eingegangen).
Trotzdem ist es eine gute Möglichkeit, sich näher zu kommen und den favorisierten „Mr. Right“ auf Herz und Nieren zu prüfen: schließlich verbringst du einen immensen Teil deiner Zeit am Arbeitsplatz.
Vielleicht gibt es die Gelegenheit, gemeinsam zum Mittagessen zu gehen oder eine Runde im Park zu flanieren? Verliere aber keine Zeit, mit Kolleginnen endlos zu spekulieren, ob er wohl eine Freundin hat oder ob er privat einen karierten Schlafanzug trägt. Sprich lieber mit ihm persönlich und finde es selbst heraus 🙂

Auch auf Konferenzen kann man attraktive, kluge Männer kennenlernen. Erweitere nach seinem Vortrag die Fragerunde nach dem Motto: „Was du schon immer einmal wissen wolltest“ und frage ihn nach seinen beruflichen Zielen, dem Werdegang (du musst nicht gleich ein Personalgespräch daraus machen;-) und gratuliere ihm zum gelungenen Referat 🙂

Auch Messen mit ihren Ständen und Informationsschaltern bieten eine Plattform für ein gelungenes Kennenlernen. Warst du beispielsweise schon einmal auf einer Buchmesse? Vielleicht gehst du danach bald mit einem Schriftsteller aus? Sebastian Fitzek ist allerdings schon vergeben;-)
Aber sonst gibt es dort tolle Möglichkeiten, mit verschiedensten Menschen ins Gespräch zu kommen.

Kennenlernen 6: Bitte einmal Liebe mit extra Sahne! Kennenlernen im Café

Obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht, weil du vielleicht denkst, Cafés wären schon von glücklichen Paaren und Familien abonniert: Probiere es einmal aus, es lohnt sich 🙂 Zum einen kannst du dort gut „Leute gucken“, vor allem, wenn es warm ist und das Café Innenstadtlage hat. Stell dir einfach vor, du bist eine Schriftstellerin und betreibst „Figurenstudien“: Nirgends findest du so viele verschiedene Charaktere – jede Altersgruppe und die vielfältigsten Berufe sind vertreten und du hast dadurch nicht nur ein Büffet 🙂

Dabei kannst du gleich beim Latte Macchiato die Zeit nutzen, dir deinen Traummann zu „entwerfen“: Wie sollte er sein, was wünschst du dir? Wohin sollte er dich begleiten? Wenn du beispielsweise ein Opernfan bist, kannst du vielleicht beim Chorsingen im Verein einen Begleiter finden und Ihr singt bald eure eigene Arie?

Kennelernen 7: Sein Korb ist halbleer? Dann wirst du im Supermarkt fündig

Gut, in Sachen Romantik spielt dieser Ort zunächst nicht in der ersten Liga. Wer sagt aber, dass es zwischen Supermarktregalen nicht auch knistern kann? Neulich sah ich einen attraktiven Mann am Gemüsestand, der intensiv die Melonen beklopfte, mit fachmännischem Blick Heidelbeeren auf Frische testete und schließlich mit geübten Blick Pak Choi in seinen Einkaufskorb beförderte. Er war umwerfend sexy und ich fragte mich, was er wohl abends Leckeres kochen würde. Schon ging das Kopfkino an, denn beim Begutachten der gesunden Sachen konnte die anwesende Damenwelt seinen guten Muskeltonus begutachten.

Hätte ich nicht schon meinen tollen Mr. Right: Spätestens hier wäre ich schwach geworden und hätte ihn nach seinen neuesten Rezepten befragt 🙂 Die Küche ist sein Reich und ich würde dann immer nur zum Essen gerufen – Wie schön 🙂
Alternativ fragst du, ob „er“ dir einmal die Suppe aus dem obersten Regal holen könnte, wo denn den Rotwein steht (eventuell mit Extra-Beratung?), ob er weiß, ob diese Äpfel nicht zu sauer sind… 😉

Liest du auch oft in Stadtmagazinen oder Anzeigenblättern Suchanzeigen wie: „Wir trafen uns am x.y. beim Konzert von… oder an der Bushaltestelle…. oder im Cafe…. und du fragtest mich…, du trugst ein… Damit du später nicht auch zu Mrs. Holmes werden musst, ist es gut, wenn du immer einige originelle Visitenkarten mit deiner Email-Adresse parat hast. Dann sagst du vielleicht, du bist Journalistin oder Bloggerin und möchtest gern mehr über sein Hobby wissen. So kannst du später ohne Bedauern an eure Begegnung zurückdenken – wenn er möchte, kann er sich melden. Zu verlieren hast du ja nichts – denn ihr kennt euch ohnehin noch nicht 🙂

Kennenlernen 8: private Partys

Auf privaten Feierlichkeiten kannst du ganz unkompliziert mit verschiedensten Männern plaudern und so schon einmal ganz unverbindlich flirten und ins Gespräch kommen. Du könntest dein Gegenüber fragen, woher er die Gastgeberin/den Gastgeber kennt. So ergibt sich eine tolle Möglichkeit, mehr über ihn herauszufinden. Natürlich musst du nicht deine „Liste“ abhaken, es ist eine zwanglose Gelegenheit, dich entspannt auf unterschiedliche Menschen einzulassen.

Wo hast du deine bisherigen Partner kennengelernt? Möchtest du noch Ergänzungen machen oder von deinen Erfahrungen berichten? Dann schreibe es gern in die Kommentare.

Du hättest gern meine Unterstützung? Dann vereinbare gern eine Einzelsitzung.

Foto: Vielen Dank an pixabay ©stocksnap

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